Warum Bienen in unserem Garten dürsten – und was dagegen hilft | NaturMagazinNatur&GartenAnzeige
Garten & !important; Natur
„Den ganzen Sommer kein einziges Summen mehr" — warum Bienen in unserem Garten verdursten, und was ein Töpferin aus Niederösterreich dagegen tut
Die meisten Gartenbesitzer pflanzen für die Bienen. Wenige denken ans Trinken. Dabei ist Durst im Hochsommer oft tödlicher als Pestizide.
Von Katrin Seiler·Redaktion Natur & !important; Garten·13. April 2026·7 Min. Lesezeit
Eine Biene an einer keramischen Trinkschale — die Randtiefe entscheidet darüber, ob sie sicher landet oder ertrinkt. Foto: Variova / Margret Holzner
Thomas Winkler ist Rentner aus Freiburg, ehemaliger Biologielehrer, seit dreißig Jahren Hobbyimker. Im Sommer 2022 verlor er einen Bienenstock. Kein Virus, keine Varroamilbe, kein Pestizid. Die Diagnose: Hitzekollaps in Verbindung mit Wasserknappheit. „Ich hab mit dem Tierarzt telefoniert und dachte zuerst, er veralbere mich", sagt Winkler. „Wasser. Das war das Problem."
Was er damals nicht wusste: Dieser Sommer war kein Ausreißer. Er war ein Vorgeschmack.
Was die Zahlen sagen — und warum sie niemanden kalt lassen sollten
25 %aller Bienenvölker haben den Winter 2024/25 nicht überlebt — höchster Wert seit Jahren
2 LWasser braucht ein Volk täglich an heißen Tagen — allein zum Kühlen des Stocks
71von 100 wichtigen Nutzpflanzen weltweit werden von Bienen bestäubt
50 %aller Wildbienenarten in Deutschland sind gefährdet oder vom Aussterben bedroht
„Sie suchen überall — auf Asphalt, in Regenrinnen, in Straßenpfützen voller Öl"
Das Problem ist bekannt, aber unterschätzt: Bei extremer Hitze stellen Bienen alle anderen Aufgaben ein. Sie sammeln kein Nektar mehr, sie bestäuben nicht. Sie suchen Wasser. Überall. In Regenrinnen, auf Asphalt, in Pfützen — voll Reifenabrieb, Öl, Schadstoffen. Saubere Wasserquellen, die in gemäßigten Sommern ausreichen — Tau, kleine Rinnsale, feuchte Wiesen — versiegen in Hitzeperioden als erstes.
Thomas Winkler kennt das jetzt. Er hat einen Brunnen in seinem Garten, einen kleinen Teich, Wassernäpfe aus dem Baumarkt. „Ich hab alles ausprobiert. Schalen auf dem Beton. Vogeltränken. Sogar eine flache Wanne mit Kieselsteinen." Er macht eine kurze Pause. „Sie kamen selten. Und wenn, dann saßen sie am falschen Rand."
„Bienen trinken anders als Vögel. Sie wollen Halt. Sie wollen genau die richtige Tiefe. Und sie orientieren sich an Formen, die sie kennen."
— Margret Holzner, Töpferin und Imkersfrau aus Niederösterreich
Was Winkler nicht wusste: Es geht nicht nur um Wasser. Es geht um wie das Wasser angeboten wird.
Die Entdeckung
Fünfzehn Jahre Beobachtung — ohne Buch, ohne Labor
Margret Holzner ist Töpferin in Niederösterreich. Ihr Mann Sepp war fünfunddreißig Jahre lang Imker — zwölf Völker, hunderte Erntesaisons. Vor etwa fünfzehn Jahren goss er Zuckerwasser in eine von Margrets handgetöpferten Mohnschalen, die im Beet stand. Imker-Instinkt, kein großer Plan. Am nächsten Morgen saßen drei Bienen dran.
Was folgte, waren fünfzehn Sommer systematischer Beobachtung. Nicht im Labor. Im Garten. Schale für Schale, Form für Form, Glasur für Glasur.
Im Beet zwischen echten Blüten — für Bienen ist der Unterschied zu echten Mohnblüten kaum wahrnehmbar. Foto: Variova
Was sie lernte, lässt sich nicht in einem Satz zusammenfassen. Aber das Wesentliche lautet so:
Form ist Signal: Bienen orientieren sich an Blütenformen. Eine offene, runde Keramikschale zwischen Pflanzen ist kein fremdes Objekt — sie ist ein Landeplatz.
Tiefe entscheidet Leben und Tod: Zu flach — Bienen rutschen ab. Zu tief — sie ertrinken. Die aktuelle Form sitzt genau dazwischen.
Glasur ist keine Ästhetik: Eine leicht rauere Oberfläche am Rand gibt Halt beim Landen. Glatte Keramik wird gemieden.
Schatten ist Infrastruktur: Zwischen Pflanzen verdunstet Wasser dreimal langsamer als in offenen Gefäßen auf Beton.
Wasser ist nicht gleich Wasser: Straßenpfützen mit Öl und Reifenabrieb schaden dem Volk. Frisches Wasser aus der Gießkanne nicht.
„Das hab ich nicht in einem Buch gelesen", sagt Margret Holzner. „Das hab ich gesehen. Sommer für Sommer."
Solange Vorrat reicht · Nächste Serie frühestens Herbst 2026
Thomas Winkler hat das Set im vergangenen Mai ins Lavendelbeet gesteckt. Eine Schale neben den Rosen, zwei direkt zwischen den Wildkräutern, eine am Rand des Hochbeetes. „Am dritten Tag waren vier Bienen gleichzeitig dran. Ich hab sie einfach angeschaut. Das hab ich lange nicht mehr gemacht."
Das 4er-Set in zufälligen Farben — keine zwei Schalen sind identisch. Jede ist ein Einzelstück aus Margrets Winter-Produktion. Foto: Variova
Was Käufer berichten
4,8
★★★★★
Bereits 5.900 Sets verkauft Ausschließlich verifizierte Käufer bewertet
Monika B. — Salzburg★★★★★
✓ Verifizierter Kauf
„Habe die Schalen ins Lavendelbeet gesteckt und konnte kaum glauben, wie schnell die Bienen da waren. Die Qualität ist wirklich hochwertig — man merkt, dass das kein Massenprodukt ist."
Stefan H. — München★★★★★
✓ Verifizierter Kauf
„Perfektes Geschenk für meine Mutter. Kam sehr sorgfältig verpackt an, kein Chip, nichts. Sie hat sich riesig gefreut — sagt, das sei das Schönste, was sie seit langem geschenkt bekommen hat."
Andrea S. — Wien★★★★☆
✓ Verifizierter Kauf
„Schöne, zarte Farben und wirklich handgemacht — man sieht die kleinen Unregelmäßigkeiten, die das Stück einzigartig machen. Ein Stab war minimal kürzer als die anderen, aber das stört nicht weiter."
30 Tage Zufriedenheitsgarantie: Stell die Schalen ins Beet. Schau, wer kommt. Wenn du nicht überzeugt bist — schick sie zurück, ohne Wenn und Aber. Margret hat fünfzehn Jahre lang verschenkt, nicht verkauft. Das ist nicht die Art von Arbeit, die mit Kleingedrucktem kommt.
Aktuelle Winter-Serie — solange Vorrat reicht
Margret töpfert in den Wintermonaten. Die aktuelle Serie ist fertig gebrannt und glasiert. Wenn diese Stücke weg sind, kommen neue frühestens im Herbst.