50% der Wildbienenarten in Deutschland sind gefährdet — Warum der Hochsommer eine Bedrohung für viele Bienenvolker darstellt, und was du dagegen tun kannst.
Die Sommer sind stiller geworden. Das gleichmäßige Summen, das früher in jedem Garten einfach da war, fehlt in vielen Gegenden seit Jahren. Im Winter 2024/25 hat ein Viertel aller Bienenvolker in Mitteleuropa nicht überlebt — nicht eines von zehn, eines von vier.
Pestizide, Monokultur, Lebensraumverlust — die bekannten Gründe. Aber es gibt einen, der selten genannt wird: An einem heißen Hochsommertag braucht ein einziges Bienenvolk bis zu zwei Liter Wasser — allein zum Kühlen des Stocks. Und die meisten Gärten haben keine einzige sichere Stelle, die das liefern kann.
Zwei Liter. Täglich. Nur zum Überleben.
Bei extremer Hitze hört das Sammeln auf. Stattdessen fliegen Wassersammlerinnen aus — immer weiter, immer länger, weil die sauberen Stellen in Trockensommern als erstes versiegen. Die kleinen Rinnsale. Der Tau auf den Blättern. Die feuchte Wiese am Feldrand.
Das Wasser bringen sie zurück in den Stock. Andere Bienen verdunsten es mit ihren Flügeln — eine biologische Klimaanlage, die läuft, solange es Material gibt. Wenn die Wassersammlerinnen zu lange suchen müssen, erschöpfen sie sich. Manche kommen gar nicht zurück. Das Volk schwächt sich in den Wochen, in denen es ohnehin am meisten unter Stress steht. Leise. Unsichtbar. Ohne dass jemand im Garten nebenan etwas bemerkt.
Dabei bräuchte es nicht viel. Eine saubere, sichere Stelle in Flugweite. Imker wissen das seit Generationen. In den meisten Gärten ist es irgendwann vergessen worden.
Der gute Wille reicht nicht — warum die meisten Wasserquellen scheitern
Der Impuls, etwas rauszustellen, ist richtig. Eine alte Schüssel, ein Blumentopfuntersetzer, das Vogelbad, das seit Jahren im Garten steht. Der gute Wille ist da — das Problem ist, dass es trotzdem meistens nicht funktioniert.
Das Vogelbad ist für Vögel gebaut, nicht für Bienen. Der Rand ist zu steil, die Oberfläche zu glatt — Bienen rutschen ab, ertrinken oder fliegen weiter.
Die offene Schüssel auf Stein oder Asphalt überhitzt innerhalb von Stunden. Am Nachmittag, wenn es am heißesten ist, ist sie leer.
Der Gartenteich kommt der Sache am nächsten — aber Bienen landen ungern auf offenen Wasserflächen ohne Halt, und er steht selten dort, wo die Bienen ohnehin fliegen.
Die Straßenpfütze bleibt als letztes. Bienen finden sie, weil nichts anderes da ist. Aber Asphaltpfützen sind mit Reifenabrieb und Öl belastet — ein Volk, das wochenlang davon trinkt, überwintert schlechter. Der Zusammenhang bleibt unsichtbar.
Es ist kein dramatisches Problem. Es sieht nach nichts aus. Und genau deshalb löst es kaum jemand.
„Er wollte mir etwas schenken, das nicht verblüht“
Margret töpfert seit fünfzehn Jahren — Werkstatt im Garten, Brennofen, zwanzig Glasurtöpfe an der Wand. Angefangen hat es mit einem Geburtstagsgeschenk von Sepp, ihrem Mann. Er wollte ihr etwas schenken, das nicht verblüht. Der Mohn wurde früh ihr Signaturmotiv — schlicht, offen, mit einer tiefen Mulde. Ab dem zweiten Jahr schenkte sie zurück: jedes Jahr eine neue Schale für Sepp. Nach fünfzehn Jahren standen über ein Dutzend davon im Beet — zwischen echten Mohnblüten, Margeriten, wildem Klee. Keine zwei gleich.
Sepp ist Imker — fünfunddreißig Jahre lang. Eines Sommers, während einer Hitzewelle, goss er Zuckerwasser in eine von Margrets Schalen. Imker-Instinkt. Kein großer Plan. Am nächsten Morgen saßen drei Bienen dran.
„Ab dem Moment hab ich angefangen zuzuschauen. Nicht nur zu töpfern. Wirklich zuzuschauen. Wie sie landen. Wo sie landen. Was ihnen zu tief ist, was zu flach.“
„Eine Biene trinkt anders als ein Vogel. Das klingt selbstverständlich. War es für mich nicht.“
Margret nimmt zwei Schalen vom Regal — eine frühe, flache und eine aktuelle, tiefere mit leicht einwärts gewölbter Öffnung. „Die erste Generation war falsch“, sagt sie direkt. „Zu flach, zu glatt. Die Bienen haben versucht zu landen und sind abgerutscht. Oder sie haben sich nicht getraut.“
Sie stellt die alte Schale zurück. „Eine Biene will eine Kante. Sie will landen können, ohne ins Wasser zu fallen. Und sie will Wasser in genau der Tiefe, in der sie stehen kann.“
- Bienen orientieren sich an Blütenformen — eine offene, runde Keramikschale zwischen Pflanzen ist für sie ein natürliches Signal: Hier ist etwas. Hier lande ich.
- Die Randtiefe entscheidet alles: zu flach — Bienen rutschen ab. Zu tief — Bienen ertrinken. Die aktuelle Form sitzt genau dazwischen.
- Eine leicht rauere Glasur am Rand gibt Halt beim Landen — glatte Oberflächen werden gemieden.
- Im Beetschatten verdunstet Wasser 3× langsamer als in offenen Gefäßen auf Asphalt oder Beton.
- Sauberes Wasser macht den Unterschied: Straßenpfützen mit Öl und Reifenabrieb schaden dem Volk. Frisches Wasser aus der Gießkanne nicht.
Sie sehen aus wie Mohnblüten. Die Bienen wissen den Unterschied nicht — und das ist der Punkt.
Die Schalen stecken im Beet — auf Metallstäben direkt in der Erde, auf Augenhöhe der echten Blüten, im Schatten der Pflanzen drum herum. Keine Schüssel auf heißem Terrassenbeton. Kein Teich, den man anlegen müsste.
Bienen orientieren sich an Blütenformen. Eine offene, runde Keramikblüte zwischen echten Pflanzen ist für sie kein Fremdkörper — es ist ein Signal. Hier ist Wasser. Hier ist es sicher.
„Ich füll sie jeden Morgen nach“, sagt Margret. „Mit der Gießkanne, die ich sowieso in der Hand hab. Das sind zehn Sekunden. Und dann schau ich, wer schon da ist.“
- Form aus 15 Jahren Beobachtung — Randtiefe und Wandneigung auf Bienenverhalten abgestimmt. Kein Abrutschen, kein Ertrinken.
- Handgetöpferte Keramik — jede Schale einzeln geformt, glasiert und gebrannt. Kein Stück identisch.
- Beetschatten-Vorteil — zwischen Pflanzen verdunstet Wasser deutlich langsamer als in offenen Schalen auf Asphalt.
- Sauberes Wasser, einfach nachgefüllt — zehn Sekunden mit der Gießkanne. Keine Pfütze, kein Öl, keine Pestizide.
- Blütenform als Signal — wirkt für Bienen wie ein natürlicher Landeplatz, kein artfremdes Objekt.
- 4er-Set — rosa, orange, lila, hellgelb. Drinnen & draußen einsetzbar.
Was Käufer sagen
„Im Winter töpfer ich. Im Sommer gehöre ich dem Garten.“
Margret töpfert in den Wintermonaten — wenn der Garten ruht und die Werkstatt warm ist. Im Sommer ist sie draußen: Beet, Bienen, beobachten. Da kommt sie nicht an die Scheibe.
„Der Winter ist meine Zeit“, sagt sie. „Es ist still. Im Kopf hab ich schon den nächsten Sommer — was ich verbessern will, welche Glasur ich ausprobieren möchte. Ich mach mir Tee und fang an.“
Die aktuelle Serie ist der diesjährige Winter-Output. Fertig gebrannt, fertig glasiert. Von dieser Serie sind noch 38 Sets verfügbar. Die letzte Serie war in neun Tagen weg — nicht weil Margret das so geplant hatte, sondern weil sie einfach nicht mehr macht, als in einen Winter passt.
Was noch dazukommt: Die Schalen werden jetzt gebraucht. Nicht im Herbst, wenn die Temperaturen fallen und die Völker sich zurückziehen. Sondern im Hochsommer — wenn ein Volk täglich zwei Liter Wasser braucht und die Wassersammlerinnen zu weit fliegen. Wer bis September wartet, wartet bis nächstes Jahr. Die aktuelle Serie gibt es ausschließlich bei Variova.
30 Tage Zufriedenheitsgarantie
Stell die Schalen ins Beet. Schau wer kommt. Wenn du nicht überzeugt bist — schick sie zurück, ohne Wenn und Aber.
Margret hat fünfzehn Jahre lang verschenkt, nicht verkauft. Das ist nicht die Art von Arbeit, die mit Kleingedrucktem kommt.
Das Set enthält 4 handgetöpferte Keramik-Mohnschalen auf Metallstäben in zufälligen Farben (rosa, orange, lila, hellgelb). Geeignet für Garten, Balkon und Terrasse. Gratisversand. Lieferung in 3–5 Werktagen.
